„Gretchen 89 ff.“

Komödie von Lutz Hübner
Regie: Stefan Falk-Jordan
Faust I, Reclamheft, Seite 89 folgende. Hier findet sich die berühmte, unter 
der Bezeichnung „Kästchenszene“ in die deutsche Theatergeschichte eingegangene 
Passage. Eine der Schlüsselszenen von Goethes Schicksalsstoff, auf deren 
„richtige“ Interpretation der gewogene Theatergänger in jeder Inszenierung aufs 
Neue hofft. 
Was aber bedeutet schon „richtig“? Schließlich sind Stücke stets eine Sache 
der Auslegung und selbst die göttlichste Tragödie wird doch immer nur von 
Menschen gemacht. Besser gesagt, von Theatermenschen. Was die Sache zusätzlich 
verkompliziert. Denn so liegt die Interpretation eines Stückes allein in der 
Verantwortung der beiden größten Angstgegner: Regie und 
Schauspiel.